Basierend auf Erfahrungen vieler Projekte arbeiten wir fortlaufend an der idealen Vorgehensweise für diese Art von Geschäftsapplikations-Projekten. Mit dem Wissen und der Erfahrung agiler Projektmethoden wie Scrum oder wasserfall-orientierten Abläufen wie der Microsoft SureStep-Methode haben wir ein Vorgehen ausgearbeitet, das dem Wunsch und dem Bedarf nach mehr Agilität Rechnung trägt. Neben der Methodik ist es wichtig, ein Projektumfeld zu schaffen, bei dem die Maturität der gesamten Projektorganisation, eine offene Fehlerkultur aber auch insgesamt die Veränderungsprozesse (Change) berücksichtig werden können. Die technologische Entwicklung wie z.B. das No-/Low-Code Framework schafft darüber hinaus neue Möglichkeiten in der Projektumsetzung.
Projektmethodik in Phasen
„CRM- und ERP-Projekte sind keine IT- oder Software-Projekte. Es sind strategische Change-Projekte, die Einfluss auf Ihre Geschäftsprozesse, auf die Organisation und den Menschen haben. Die Software bildet lediglich das technologische Rückgrat zur Umsetzung.“
Zitat: Thierry Walt, CEO
Projekte sind Vorhaben, die sich durch einmalige Bedingungen auszeichnen und einen gewissen Grad an Komplexität und Unsicherheit aufweisen. Diese an Microsoft angelehnte Projektmethodik schafft einen konsistenten Rahmen für den gesamten Projektlebenszyklus unserer Projekte.
Sie als Kunde wählen zwischen einer traditionellen Wasserfallmethode oder einer agilen Projektvorgehensweise. Dazu zeigen wir, orientiert an Ihrer individuellen Ausgangslage, die Vor- und Nachteile sowie die jeweiligen Konsequenzen und Anforderungen der Vorgehensweisen auf.
Beide Methoden lassen sich in diese 6 Phasen aufteilen:

Texte im Wechsel mit Mouseover? (-> Pascal Oberhaensli)
Inspire
Hier lernen wir uns gegenseitig kennen. Wir erfahren mehr über die Ausgangslage Ihrer Firma, Ihrer Ambitionen und Wünsche nach dem Motto «what’s your ambition?». Wir stellen uns im Detail vor und geben bei Bedarf einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten mit der Microsoft Plattform. Gemeinsam erarbeiten wir in Workshops den Scope des anstehenden Projekts und bilden je nach Umfang einen Fahrplan über mehrere Phasen auf einem hohen Level. Basierend auf den grundlegenden Informationen entscheiden wir gemeinsam, welche Projektmethodik zielführend ist und welche Voraussetzungen für ein erfolgreiches Projekt gegeben sein müssen.
Von Beginn an setzen wir auf eine solide und breit abgestützte Projektorganisation mit Lenkungsausschuss, Projektleitung, Beteiligung der Abteilungen (sog. «Business Process Ownern») und IT.
Consult
Mit dem Eintritt in die Consult-Phase startet das eigentliche Projekt. Mit Ihrer Freigabe wird damit der erste Meilenstein überschritten. Gemeinsam erarbeiten und schärfen wir nun den Scope auf einer nächsten tieferen Stufe. Die verschiedenen Initiativen werden daraufhin priorisiert und mit der Prozessaufnahme und Prozessberatung als auch -optimierung gestartet. Dabei können Sie von uns erwarten, dass wir Sie mit Best-Practise beraten und auch challengen.
Mit dieser Arbeit bereitet das Projektteam die Umsetzungsphasen vor und klärt alle wesentlichen Themen, die für den weiteren Verlauf von Belang sind. In dieser Phase nimmt die Arbeit im Lenkungsausschuss Fahrt auf und fällt auf Antrag wichtige Entscheidungen und hat die Kontrolle über Zeit, Qualität und Kosten sicher. Dies verlangt während des gesamten Projekts die Aufmerksamkeit auf Stufe Management.
Design
Auf Basis der ausgearbeiteten Prozesse aus der Consult-Phase und deren grundlegenden Anforderungen (sogenannte Business Requirements) erarbeiten wir nun die funktionalen Anforderungen für die künftige Software. Dazu kommen wichtige Aspekte in Sachen Gesamt- und Solution-Architektur, Schnittstellen- und Migrationskonzeption und die Planung der Implementierungsphase Engage. Mit dem Abschluss der Design-Phase sind alle Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen. Sie nehmen die Konzeption ab und geben das Budget für die nächsten Phasen frei.
Engage
In der Engage-Phase wird nun direkt live an der Software in Iterationen (Wasserfall) oder in Sprints (agil) die Umsetzung vorgenommen. Dabei stehen nun die detaillierten User Stories im Zentrum für die einzelnen Epics, die klar definierten Abnahmekriterien. Je nach Situation werden von einfachen Konfigurationen oder No-/Low-Code-Customizings bis hin zu kundenspezifischen Entwicklungen Prozesse und Funktionen implementiert, Schnittstellen und Migrationen vorbereitet und umgesetzt (auch in Zusammenarbeit mit Drittanbietern). Dabei wird das Kern-Team (Key-User) fortlaufend geschult, damit sie die neue Lösung eigenständig in der Organisation einführen und später einen sicheren laufenden Betrieb (1st Level) gewährleisten können.
Auch hier überwacht der regelmässig tagende Lenkungsausschuss sowohl die Einhaltung der vereinbarten Budgets und Termine als auch die gelieferte Qualität. Anträge und «Change Requests» werden dort behandelt und entschieden.
Empower
Nun kommt eine der wichtigsten Phasen im Projekt. In der Empower-Phase wird die Lösung auf verschiedenen Stufen getestet. Dabei bilden die in der Consult- und Design-Phase definierten Akzeptanzkriterien und die Dokumentation der Prozesse die Basis. Mit Abschluss der Tests und Abnahme der Testdaten erfolgt die finale Datenmigration. Die finale Version kann dann freigeschaltet werden. Damit steht dem Go-Live, verbunden mit Schulungen und dem Roll-Out nichts mehr im Weg. Diese abschliessende Phase verlangt besondere Aufmerksamkeit, damit die Organisation die neue Lösung gut aufnimmt und die Veränderungen adaptiert werden.
Das Projekt wird nochmals gesamtheitlich reflektiert und vom Lenkungsausschuss abgenommen. Ungefähr einen Monat vor dem Go-Live wird auch die Support-Organisation aktiviert. Sie übernimmt die Lösung in den laufenden Betrieb und steht für Incidents oder kleinere Anpassungen zur Verfügung.
Improve
CRM- wie auch ERP-Projekte sind mit dem Roll-Out noch nicht fertig. Zu Beginn wurde der Umfang eingegrenzt und priorisiert. Nun können weitere Themenfelder in Angriff genommen werden. Auch die Vertiefung einzelner Themenbereiche ist wichtiger Bestandteil der Improve-Phase. Dazu gehören weitere Integrationen auf der Gesamtplattform, sowie Feedbacks der Anwender, als auch die kontinuierliche Optimierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse. Die halbjährlichen Releases von Microsoft, welche umfassende Optimierungen und neue Funktionalitäten mit sich bringen, gilt es zu bewerten und auf Wunsch sorgfältig zu implementieren.
«Wir stehen mitten in einer sich exponentiell entwickelnden Digitalen Transformation. Organisationen begeben sich auf eine Reise und werden fortlaufend, im Umfang ihrer Möglichkeiten, diesen Veränderungen begegnen und die Plattform zu ihrem Vorteil nutzen. Dazu brauchen sie einen Partner, der sie über die verschiedenen Zyklen begleitet und sicher ans Ziel bringt».
Beat Sengstag, CEO
Wesentliche Unterschiede zwischen den Methoden
Agile Methode
Bei der agilen Projektmethode findet zu Beginn keine komplette Definition aller Details sämtlicher Anforderungen des Projekts statt, da diese erst gemeinsam während des Aufbaus des Systems entwickelt werden. Die Konzeption geht immer nur so weit ins Detail wie nötig. Dabei wird so bald wie möglich am und mit dem System gearbeitet. Cloudbasierte Applikationen von Dynamics 365 und den auf Power Apps basierenden No-/Low-Code-Frameworks machen dies möglich.
Bei den agilen Projektmethodik steht die Anwender-Adaption stark in Zentrum. Wünsche und Anforderungen werden in den Sprints aufgenommen, priorisiert und wenn möglich, direkt umgesetzt.
Die agile Projektmethodik eignet sich mehrheitlich für CRM-Applikationen. Aber auch spezifische ERP-Teilprojekte, die keinen unmittelbaren Einfluss auf die End2End-Kernprozesse haben sind dafür geeignet.
Wasserfall Methode
Bei der Wasserfall-Methode sollten Sie als Kunde in der Lage sein, detailliert alle künftigen Prozesse und deren Business Anforderungen zu formulieren bis hin zu funktionalen Anforderungen. Dabei möchten Sie vor der Umsetzung alles klar definiert und eingeschätzt wissen. Die Komplexität der angestrebten Lösung ist überschaubar oder wird grösstenteils vom Standard des Systems abgedeckt.
Sie sind bereit, eine längere Phase konzeptionell zu arbeiten ohne unmittelbare Resultate zu erzielen. Neue Anforderungen werden über Change-Requests erarbeitet, im Detail konzipiert und eingeschätzt. Im Anschluss muss dabei das gesamte System aufgesetzt und alle Anforderungen detailliert End2End getestet werden können.
Dabei gibt es wenig Abhängigkeiten zu anderen Projekten und das Projektteam wie auch die Anwender weisen eine hohe Maturität auf oder sind es gewöhnt, mit solchen Anwendungen zu arbeiten.


